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Murcia |
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Die Autonome Gemeinschaft Murcia liegt im Südosten von Spanien, an der Küste des Mittelmeers. Die Hauptstadt ist Murcia. Murcia wird von einem Gebirge, der Betischen Kordillere, durchzogen, dieses prägt vor allem den Nordosten der Provinz. Das Klima der Region ist für die extrem trockenen Sommer bekannt, Murcia gehört zu den trockensten Gegenden von Europa, im Sommer kann es bis zu 50 Grad heiß werden, an über 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne. Die Winter sind meistens angenehm mild, es können aber auch Minustemperaturen erreicht werden.
Die Landschaft erinnert im Landesinneren an eine Halbwüste, nur in einigen Buchten an der Küste gibt es etwas mehr Pflanzen da diese über ihr eigenes, weniger trockenes, Mikro-Klima verfügen. Die drei größten Städte der Region sind die Hauptstadt Murcia, die Hafenstadt Cartagena und Lorca im Landesinneren.
Lorcas wichtigste Sehenswürdigkeit in der Stadt Murcia ist eine mittelalterliche Festung, des weiteren gibt es in der Stadt viele Kirchen und ein sehr altes Kloster am Stadtrand.
Die Stadt Murcia ist eine der größten Universitätsstädte von Spanien. Sehenswert ist unter anderem die Kathedrale, die Elemente aus vielen Jahrhunderten aufweist, in denen sie immer weiter umgebaut und verändert wurde. Cartagena ist auch heute noch eine wichtige Hafenstadt, die Stadt hat eine lange Geschichte, gegründet wurde sie als karthagische Kolonie unter dem Namen Carthago Nova, also Neukarthago. Schon früher war Cartagena ein wichtiger Hafen, dies beweisen die Schutzanlagen um den Hafen und die alten Stadtmauern. Auch zwei mittelalterliche Festungen auf Hügeln über der Stadt sind noch erhalten. Die Vergangenheit der Stadt wird in vielen großen Museen dokumentiert.
Viele der Städte in Murcia verfügen noch über gut erhaltene mittelalterliche Viertel und Gebäude, dies gilt auch für die zahlreichen Kleinstädte im Landesinneren. Murcia ist landwirtschaftlich geprägt, die Region lebt vom Anbau von Obst, Gemüse und Reis, wobei der Tourismus in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Preiswerte Hotels in Murcia für ihre Ferien sind vorhanden, die spanische Region wird aber auch immer beliebter bei den Einheimischen die ihren Jahres-Urlaub hier verbringen. Somit es ist sinnvoll weit vor ihrer geplanten Reise eine Unterkunft zu buchen.
Es wird auch Weinbau in Murcia betrieben, der Wein aus der Region ist für seine hervorragende Qualität bekannt. Die Küche von Murcia basiert vor allem auf den Produkten der Region, es gibt viele Reis- und Gemüsegerichte, entlang der Küste spielen auch Meeresfrüchte eine wichtige Rolle.
Aber auch als Handelszentrum hat die Gegend eine lange Geschichte. Bereits die iberischen Stämme die in der Antike in Murcia lebten verfügten über Handelsbeziehungen zu anderen Völkern des Mittelmeerraumes, wie zum Beispiel den Griechen und den Phöniziern. Später wurde die Gegend zunächst von den Karthagern erobert, von Murcia aus begann der berühmte Feldherr Hannibal seinen Krieg gegen Rom. Die Karthager gründeten auch Cartagena. Nach Hannibals Niederlage wurde Murcia römische Provinz. Mit der Eroberung durch die Mauren gewann die Landwirtschaft an Bedeutung für die Region. Da Murcia so etwas wie eine Durchgangsregion war, wechselten sich christliche und maurische Herrschaft in seiner Geschichte immer wieder ab. Die Araber hinterließen vor allem viele Befestigungsanlagen die heute besichtigt werden können. Aus der gotischen und der romanische Epoche stammen die zahlreichen Kirchen der Region, in der die katholische Religion lange eine wichtige Rolle spielte. Auch heute noch gibt es viele religiöse Feste, eines der wichtigsten findet in der Karwoche statt: während der Semana Santa gibt es in vielen Orten Prozessionen, die größte findet alljährlich in Lorca statt. Den Einfluss der Mauren erkennt man heute noch in vielen Ortsnamen und in dem Dialekt der Region, der sowohl maurische als auch katalanische Begriffe enthält und als Murciano bezeichnet wird.
Auch der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, die Region setzt unter anderem auf Golfplätze als Touristenattraktion, wobei diese aufgrund des ständigen Wassermangels sehr umstritten sind. Das wichtigste Ziel der Besucher ist allerdings die Mittelmeerküste, die so genannte „Costa Calida“ ( deutsch: „warme Küste“) an der es viele lange Sandstrände gibt. An den beiden großen Salzwasserlagunen La Langa del Mar und Mar Menor gibt es die Möglichkeit zahlreiche Wassersportarten auszuüben, da es konstant windig ist und das Wasser nicht sehr tief ist. Das Mar Menor ist Europas größtes salzhaltiges Binnengewässer. Die südliche Mittelmeerküste besteht wie bereits erwähnt aus zahlreichen kleinen Buchten.
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