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La Rioja |
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La Rioja liegt im Norden von Spanien und bildet mit nur einer Provinz eine der kleinsten autonomen Gemeinschaften dieses Landes. Hauptstadt und kulturelles Zentrum ist Logrono. Das untere La Rioja erstreckt sich zwischen der fruchtbaren Ebene des Ebroflusses, das Iberische Randgebirge dagegen bildet das obere La Rioja. Diese Gegend ist mit knapp 300.000 Einwohnern recht dünn besiedelt.
Das kontinentale Klima bringt warme und heiße Sommer und kühle Winter. Berühmt ist die Region natürlich durch seine Weinanbaugebiete und seiner ausgezeichneten Weine. Dies ist auch die wichtigste Einnahmequelle von La Rioja. Neben Wein ist sie aber auch ein bedeutendes Gemüseanbaugebiet, denn Paprika, Artischocken, Spargel und Champignons gedeihen hier prächtig. Obwohl diese Gegend wirklich reich an bemerkenswerten Kulturschätzen und historischen Baudenkmälern ist, ist La Rioja bis heute von den riesigen Touristenströmen weitgehend verschont geblieben. Keine hässlichen Hotelanlagen oder Betonburgen verschandeln hier die noch sehr ursprüngliche Natur. In La Rioja kann man noch das echte Spanien erleben.
Durch La Rioja führt der Jakobsweg, die berühmte Pilgerstrecke nach Santiago de Compostela. Dieser lockte jahrhundertelang immer wieder zahlreiche Vertreter verschiedenster Völker und Kulturen in diese Region. Kelten, Goten, Franken, Saxen und Juden ließen sich hier nieder und beeinflußten entscheidend nicht nur die kulturelle Entwicklung dieser Gegend. Auch die Römer und Iberer hinterließen hier ihre Spuren, die man zum Teil noch heute in Form von Baudenkmälern besichtigen kann.
Wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat und auf den Pfaden des Jakobsweges gewandelt ist, dem ist Hauptstadt von La Rioja Logrono ein Begriff. Sie hat zwei sehr bemerkenswerte Brücken, die über den Fluss Ebro führen. Eine von ihnen bildet einen Teil dieser Pilgerstrecke nach Santiago de Compostela. In Logrono ist die Concatedral Santa Maria La Redonda von besonderer Bedeutung. Dieser Gebäudekomplex stammt aus dem 16. Jahrhundert. Er umfasst zahlreiche Kapellen sowie mehrere Grabstätten. Von außen fallen dem Besucher vor allem seine Zwillingstürme auf, die dieses Bauwerk so einzigartig erscheinen lassen. Ein weiterer bedeutender Sakralbau dieser Stadt ist die Iglesia de San Bartolome, aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist besonders auffallend durch ihr Kreuzschiff und dem Kreuzgewölbe. Das Museo de la Rioja in Logrono zeigt überwiegend Gemälde und Skulpturen aus dem 12. bis 19. Jahrhundert. Das Museum ist in dem barocken Palast Espartero untergebracht.
Der Ort San Millan de la Cogolla liegt ebenfalls am Jakobsweg. Hier gibt es vor allem zwei bedeutende Klöster zu bewundern. Zum einen das Kloster San Millan de Suso, das im Jahre 550 n. Chr. erbaut worden und somit eines der ältesten Klöster in Spanien ist. Es soll die Wiege der ersten Worte und Gedichte in spanischer Sprache gewesen sein. Und zum anderen das Kloster San Millan de Yuso aus dem 16. Jahrhundert, das wiederum berühmt wegen seiner immens wertvollen Bibliothek ist. Sie beherbergt die bedeutendste und wertvollste bibliophile Sammlung Spaniens. Beide Klöster zählen mittlerweile zu den Schätzen des Weltkulturerbes der UNESCO.
Das Städtchen Haro liegt im Herzen des Weinanbaugebietes von La Rioja und ist durch und durch vom Weinanbau geprägt. Viele stattliche Bürgerhäuser zeugen vom Wohlstand dieser Gegend. Weinkellereien, so genannte Bodegas, gibt es hier überall. Im Weinmuseum von Haro kann man sich über die Geschichte des Weinanbaus und seiner Verarbeitung informieren. Und wenn man das Glück hat, am 29. Juni in dieser Gegend zu sein, so sollte man unbedingt die so genannte Batalla de Vino, die Weinschlacht, nicht versäumen. Hierzu begeben sich die weißgekleideten Teilnehmer aus dem Ort auf einen nahe gelegenen Hügel und bespritzen sich gegenseitig mit Wein. Das Ganze endet schließlich in einem gemeinsamen fröhlichen Essen. Nicht nur für Weinliebhaber ist der Besuch des Ortes Haro ein unbedingtes Muss.
Wie überall in Spanien gibt es auch in La Rioja zahlreiche traditionelle Veranstaltungen und Feste. Natürlich drehen sich hier die meisten Feierlichkeiten um den berühmten Wein. Aber es werden auch Stierkämpfe oder zahlreiche Umzüge wie zum Beispiel der San Felices de Bilibio veranstaltet, ja sogar Gedichtwettbewerbe werden regelmäßig abgehalten. Die Spanier sind nicht nur berühmt für ihre gute Küche und ihre exzellenten Weine, sondern auch für ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft.
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