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La Palma

  
La Palma gehört zur spanischen Inselgruppe der Kanaren im Atlantischen Ozean. Die Insel liegt ungefähr 400 Kilometer vor der Küste von Marokko und ist die nordwestlichste Insel der Kanaren. Die Inselhauptstadt ist Santa Cruz de La Palma im Osten der Insel.


Tourismus auf La Palma
Auf La Palma gibt es keinen Massentourismus wie auf den anderen Kanareninseln. Es gibt nur wenige große Hotels, viele Besucher mieten Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, es findet also vor allem Individualtourismus statt. Trotzdem gibt es natürlich preiswerte Hotels in La Palma für ihren Urlaub, oder Kurztrip auf die Insel. Die meisten Besucher kommen in die Gegend von Puerto Naos und nach Los Cancajos. Die Strände dieser Orte sind besonders schön und das Wasser ist sehr sauber, es erfüllt den höchsten EU-Standard. Im Westen der Insel leben auch viele Aussteiger die das milde Klima und das ganzjährig gute Wetter genießen. Seit einiger Zeit kann man auf La Palma auch renovierte alte Bauernhäuser im Inneren der Insel mieten und das ländliche Leben und die schöne Landschaft der Insel genießen.

Aktiv sein auf La Palma
Auf La Palma werden den Besuchern zahlreiche Aktivitäten angeboten. In den Touristenorten an der Küste kann man allen möglichen Wassersportarten nachgehen. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das Tauchen, die Tauchstationen im Osten und Westen bieten auch Kurse für Einsteiger an. In den Küstenorten gibt es zahlreiche Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten. Besonders beliebt ist La Palma bei Wanderern, Veranstalter bieten auch geführte Touren an, die auch für Anfänger gut geeignet sind. Neben dem Wandern gibt es auch die Möglichkeit die Landschaft der Insel mit dem Mountainbike zu erkunden oder durch die Gebirge zu reiten.

Die Besiedlung La Palmas
Besiedelt ist La Palma schon seit mehr als 4000 Jahren. Das aus Afrika stammende Volk der Guanchen lebte seit der Steinzeit auf der Insel und vermischte sich später mit den spanischen Eroberern. Die zahlreichen Überreste der steinzeitlichen Besiedlung gehören heute zu den Attraktionen der Insel. So sind Wohnhöhlen, Werkzeuge und Bilder im Steine erhalten und können besichtigt werden. Im Inselmuseum und im Besucherzentrum des Nationalparks können Besucher sich detailliert über die Kultur der ersten Bewohner der Insel informieren. Eine weitere Ausstellung gibt es bei der Höhle von Belmaco, der ältesten Fundstelle auf La Palma. Im 13. Jahrhundert wurde La Palma von den Spaniern erobert.

La Palma- Insel der Vulkane
La Palma ist, genau wie die anderen Inseln der Kanaren, eine Vulkaninsel. La Palma besteht komplett aus vulkanischen Steinen. Dieser Ursprung prägt auch die Landschaft der Insel. So wird sie von einem von Norden nach Süden verlaufenden Kamm aus Vulkanen in zwei Hälften geteilt, die sich auch klimatisch von einander unterscheiden. Im Süden der Insel sind sogar einige noch aktive Vulkane, der letzte Ausbruch fand im Jahr 1971 bei Los Canarios statt. Der Süden ist auch landschaftlich von den Spuren der Ausbrüche geprägt: hier gibt es viele Krater, Asche und lange erkaltete Lavaströme. Im Norden der Insel liegt die Caldera de Taburiente, die durch den Einsturz eines einstmals 3,5 Kilometer hohen Vulkans entstand. Die Caldera ist der größte Senkkrater der Welt und ist von Berggipfeln mit Höhen bis zu 2400 Metern umgeben. Zugänglich ist der 1,5 Kilometer tiefe Krater nur durch die sogenannte „Schlucht der Todesängste“, sie kann generell nur zu Fuß erreicht werden und ist bei Wanderern ein beliebtes Ziel. Hier liegt auch der höchste Berg der Insel, der Roque los Muchachos mit über 2400 Metern Höhe. Nicht weit von dessen Gipfel ist ein Observatorium.

Landschaft und Natur
La Palmas Landschaft und Natur sind aufgrund der besonderen Entstehungsgeschichte der Insel weltweit einmalig. 2002 wurde die gesamte Insel von der UNESCO zu Biosphärenreservat erklärt. Die Insel ist ganzjährig grün, da die Winde des Passats dafür sorgen, dass immer Wolken über die Insel getrieben werden, die über der Insel abregnen und an den Bergen für Nebel sorgen. Auf den Erhebungen von La Palma gibt es zahlreiche dichte Kiefernwälder, und im Nordosten liegen unberührte Lorbeerwälder. Der Lorbeerwald „Los Tilos“ ist ein besonders beliebtes Ziel für Besucher, er erinnert an einen Regenwald. Am Wald gibt es ein Besucherzentrum in dem man sich über die Pflanzenarten und die Tiere im Lorbeerwald informieren kann. Auf der Insel leben allein 180 Pflanzenarten die nur auf den Kanareninseln vorkommen, darunter sind auch die berühmten Drachenbäume.




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