| |
| Spanien Infos |
|
|
|
 |
 |
| Daten & Fakten |
|
|
|
 |
 |
| Städte in Spanien |
|
|
|
 |
 |
| Regionen in Spanien |
|
|
|
 |
 |
| Spanische Inseln |
|
|
|
 |
 |
| Spanien Tipps |
|
|
|
 |
 |
|
|
Kanarische Inseln |
|
Die im Atlantik gelegenen „Islas Canarias“ bestehen aus den sieben Hauptinseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Obwohl sich kanarischen Inseln nur etwa 100 bis 450 Kilometer westlich von Marokko befinden, gehören sie als autonome Gemeinschaft zu Spanien. Auch die weniger bedeutenden Inseln Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este, Anaga, Salmor, Garachico und Roque del Oeste gehören zu den Kanaren.
Von den etwa 2 Millionen Einwohnern der Kanaren leben die meisten in den urbanen Gebieten. Die größten Städte sind Las Palmas Telde und Santa Lucía de Tirajana auf Gran Canaria, Santa Cruz, San Cristobal und Arona auf Teneriffa und Arrecife auf Lanzarote. Jede der sieben Inseln verfügt inzwischen über einen internationalen Flughafen, von dem aus das europäische Festland erreicht werden kann. Einige Inseln verfügen über sehr große Häfen, die auch von Kreuzschiffen angelaufen werden können.
Die offizielle Landessprache ist ausschließlich spanisch, da die Kanaren bereits im 15. Jahrhundert durch Spanien erobert wurden. In vielen Bereichen wird auch Deutsch oder Englisch verstanden.
Die kanarischen Inseln waren ein strategisch wichtiges Gebiet im Mittelalter, da hier viele Handelsschiffe von Europa nach Amerika entlang fahren mussten. Auch Christoph Kolumbus legte auf seiner Reise nach Indien auf La Gomera einen Zwischenstopp ein, bevor er gen Amerika segelte. Unter anderem die Briten hatten damals ein starkes Interesse an den Kanaren, um die Weltmeere zu beherrschen, sie konnten es jedoch nicht zu einer britischen Kolonie machen. Immer wieder kam es außerdem zu feindlichen Übergriffen von Piraten. Auf Lanzarote wurde das „Castillo de San Gabriel“ errichtet, um Piraterei zu verhindern. Das Castillo kann noch heute besucht werden.
Da es immer wieder sehr verschiedene Kulturgruppen auf die Kanarischen Inseln zog, erlebt man heute einen bunten Mix aus den „Guanchen“, den Ureinwohnern, den ursprünglichen Berbergruppen, sowie europäischen Kolonialherren, die hier Sklavenhandel betrieben haben. Zum Beispiel die Pyramiden von Guimar sind ein Beleg der langen Geschichte dieser Inselgruppe. Auf allen sieben Inseln findet man zu jeder Jahreszeit eine Vielzahl von Ausstellungen und Museen zur abwechslungsreichen Geschichte des Landes. Auch Konzerte spiegeln die Vielfalt der Einflüsse wieder.
Religion ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Die überwältigende Mehrheit der kanarischen Bevölkerung ist römisch-katholisch. Las Palmas ist Sitz eines Bischofs. Die gotisch-barocke Kathedrale wurde von verschiedenen Bauherren über mehr als 80 Jahre hinweg im 16. Jahrhundert errichtet.
Die kanarischen Inseln bestehen zum größten Teil aus mehreren Millionen Jahren altem Vulkangestein, da sich unter den Kanaren die atlantische und die afrikanischen tektonischen Platten treffen. Dennoch ist es seit mehr als 35 Jahren, als es einen Vulkanausbruch auf La Palma gegeben hat, zu keinen vulkanischen Aktivitäten mehr gekommen.
Durch die Lage der kanarischen Inseln ist das ganze Jahr hindurch mit mediterranem bis hin zu subtropischem Klima zu rechnen, weswegen die Kanaren den Spitznamen „Ewiger Frühling“ erhalten haben. Dennoch kann das Wasser aufgrund des Kanarenstroms und der Nordostpassate vergleichsweise frisch sein. Die kanarischen Inseln sind durch das Vulkangestein vergleichsweise bergig. Der knapp 3800 m hohe „Pico del Teide“, der höchste Berg von Spanien, befindet sich auf Teneriffa. Dadurch kommt es je nach Höhe zu gewaltigen Klimaunterschieden, was wiederum zu einer einzigartigen Artenvielfalt von Pflanzen und Bäumen wie beispielsweise die Lorbeerwälder auf La Palma und La Gomera geführt hat. Die Vegetation bildet eine einzigartige Brutstätte für Vögel und Reptilien, die zahlreich auf den Kanaren vertreten sind. Über 140 Gebiete wurden daher zu Naturschutzgebieten erklärt, die jedes Jahr Tausende von Touristen anziehen. Die beliebtesten Parks sind Caldera de Taburiente auf La Palma, Timanfaya auf Lanzarote, Teide auf Teneriffa sowie Garajonay auf La Gomera. Um die empfindliche Flora und Fauna zu schützen, müssen Schiffe mit gefährlicher Fracht wie beispielsweise Öl, die Kanaren weitläufig umschiffen.
Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der kanarischen Inseln. Etwa 12 Millionen Touristen überwiegend aus England und Deutschland zieht es jedes Jahr auf eine der sieben Inseln. Weitere Wirtschaftszweige sind Agrarwirtschaft in Form von Bananenanbau, Tomaten, Wein und Blumen. Das Bruttosozialprodukt ist in den letzten Jahren um rund drei Prozent gestiegen, so dass das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich gut ist.
|
|
|
|
|
|
|