Durch die zunehmende Unabhängigkeit des maurischen Spaniens vom arabischen Reich, rief im 10. Jahrhundert der maurische Abderraman III. Al-Andalus zu seinem eigenen Kalifat aus. Cordoba wurde in dieser Epoche das kulturelle Zentrum dieser Welt. Durch die Entstehung kleinerer Kalifate konnten die Christen nun die Rückeroberung beginnen und machten sich die wachsenden Streitigkeiten der maurischen Adelsfamilien zunutze.
Im 11. Jahrhundert wurde der spanische Volksheld El Cid von König Alfons VI. verbannt und vom muslimischen König von Saragossa aufgenommen.
Der Wendepunkt im Jahr 1469, an dem die Mauren schnell an Boden verloren, war die Vereinigung der christlichen Königreiche durch die Hochzeit von Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien. Am 2.Januar 1492 eroberten sie das letzte maurische Kalifat, Granada, zurück. Ferdinand und Isabella vereinigten das ganze Land unter ihrer Krone.
Andersgläubige, welche sich nicht zum Christentum bekennen wollten, wurden des Landes verwiesen oder umgebracht. Dies wurde als „Spanische Inquisition“ bekannt. Sie finanzierten wissenschaftliche Fahrten zur Erforschung der Weltmeere, zu denen auch die bedeutende Fahrt des Christoph Kolumbus gehörte. Nachdem 1492 Christoph Kolumbus Amerika entdeckte, gewann das Land viele Reichtümer der neuen Welt. Dadurch entwickelte sich Spanien zu einer mächtigen Nation.
|