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Die Balearen

  
Mit den Bezeichnung „Illes Balears“ werden im Allgemeinen die sich im Westen des Mittelmeeres befindenden Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera gemeint, obwohl zum Beispiel auch die unbewohnten Inseln Dragonera, Pantaleu und Cabrera dazu gehören, die inzwischen unter Naturschutz stehen. Insgesamt zählen mehr als 150 verschieden große Inseln zum Autonomiegebiet der Balearen.


Die Balearen sind zwischen 70 und bis zu 250 Kilometer vom spanischen Mutterland entfernt und gehören zu den mit Abstand beliebtesten Feriengebieten des Mittelmeers und Europas. Jahr für Jahr fliegen Millionen von Touristen aus aller Welt auf die Balearen, um dort bei brütender Sonne und kristallklarem Wasser zu entspannen. Die meisten Touristen entscheiden sich für ein Pauschalreiseangebot in eines der vielen Hotels an den Küstenabschnitten der bewohnbaren Inseln. Es gibt jedoch eine zunehmende Zahl von Individualtouristen, die nicht nur wegen des warmen Meeres und des Sonnenscheines auf die Balearen fliegen. Die Balearen verfügen über mehr als dreihundert Sonnentage im Jahr.

Die offiziellen Sprachen der Balearen sind spanisch und katalanisch, auch wenn in den Touristenregionen überall englisch und meist sogar deutsch gesprochen werden. Obwohl auf den Balearen auch Agrarwirtschaft betrieben wird, ist Tourismus schon seit langer Zeit die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Region. Insgesamt produzieren die Balearen im Vergleich zu Spanien ein überdurchschnittliches Bruttoinlandsprodukt, was die Region zu einer wichtigen Wirtschaftsregion macht.

Die größte Insel der Balearen, Mallorca, ist schon seit den Zwanziger Jahren die beliebteste Insel der Balearen. Auf Mallorca gibt es inzwischen sogar bis zu 30.000 Deutsche, die ihren permanenten Wohnsitz dorthin verlegt haben. Das liegt auch daran, dass es inzwischen sehr viele Billigflieger gibt, die die Hauptstadt von Mallorca, Palma, anfliegen. Palma ist die größte Stadt der Balearen. Hier befindet sich auch das als Bettenburg bekannte El Arenal und der legendäre Ballermann 6, um den es in den vergangenen Jahren ein bisschen ruhiger geworden ist. Die Stadt befindet sich an der schönen Bucht Bahia de Palma. Insbesondere die wunderschön erhaltene Altstadt von Palma de Mallorca wird von fast allen Mallorca-Touristen einmal besucht. Obwohl Mallorca vor allem das Zentrum für Pauschaltouristen darstellt, die während ihres Aufenthaltes das Hotel nur selten verlassen, gibt es insbesondere in der Universitätsstadt Palma ein breites kulturelles Angebot, das unter anderem Konzerte, Theaterstücke und Operetten beinhaltet.
Ebenfalls populär sind der Nordosten des Landes und das Städtchen Calvia, in der man eine berühmte Kirche und ein Kloster besuchen kann. Mallorca ist weiterhin berühmt für das Prominentenstädtchen Andraitx, wo unter anderem Boris Becker und Claudia Schiffer ihre Ferien verbringen. Weitere bekannte Gebiete auf Mallorca beinhalten Manacor, die zweitgrößte Stadt der Inselgruppe, die Tropfsteinhöhlen von Porto Cristo, Cala Millor und Cala Ratjada, Alcudia sowie Pollenca.

Das wegen seiner typisch weißen Architektur auch als „Weiße Insel“ bezeichnete Ibiza ist das Zweitbeliebteste Touristenziel der Balearen. Schon in den Sechzigern zog es viele Aussteiger und Hippies and die Nacktbadestrände. Noch heute zieht Ibiza vor allem ein junges und partyfreudiges Publikum an, das die Nacht zum Tage macht. Das Landesinnere ist weniger touristisch gestaltet und bietet auch heute noch einen authentischen Einblick in die traditionell mediterrane Lebensweise. Das historische Zentrum der Hauptstadt ist noch immer von einer Stadtmauer umzogen. Hier lohnt sich ein Besuch der Kathedrale sowie des „Barrio de la Penya y de la Bomba“ direkt unter der Stadtmauer.

Menorca ist die ruhigste der drei großen balearischen Inseln. Hier findet man überwiegend Menschen, die dem Massentourismus entfliehen wollen. Die mit circa 20.000 Einwohnern vergleichsweise kleine Hauptstadt Mahon ist berühmt für seinen Hafen und seine Kathedrale. Auf Menorca zeigt sich am Deutlichsten, dass die Balearen einst eine britische Kolonie waren. Die Ortschaften auf Menorca sind kleine verschlafene Fischerdörfer, in denen die meisten Einwohner noch ihren traditionellen Lebensweisen nachgehen. Trotzdem findet man auch auf Menorca zahlreiche Bars, Clubs und Restaurants, die für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen.

Das wesentlich kleinere Fortmentera ist die Nachbarinsel von Menorca und von dort aus gut mit der Fähre zu erreichen. Mit weniger als 5000 Einwohnern ist Fortmentera ein echter Geheimtipp. Nur wenige Pauschaltouristen verirren sich auf diese verschlafene Insel, die über sehr schöne und abgelegene Buchten verfügt.




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